Mobiles Internet – Anbieter in Bedrängnis

Ohne einen festen Telefon- oder Internetanschluss in der Wohnung wird bei jungen und mobilen Menschen surfen immer beliebter. Das vermeidet die Kosten für einen Festnetzanschluss und ist praktischer, wenn man sich in der Wohnung, unterwegs im Café, im Park oder im Zug befindet.

Der harte Wettbewerb drückt die Preise für die Datentarife. Trotzdem sind umfangreiche Investitionen in die Mobilfunknetze nötig, um den explosionsartig steigenden Datenhunger der Kunden zu stillen.

Wegen der UMTS-Sticks und -Karten verwenden viele Leute das mobile Internet wie eine feste Breitbandverbindung. Die Netze halten das noch nicht aus. Wer mit Laptop, Netbook und Internet-Stick online geht, verbraucht 450mal mehr Bandbreite als mit einem normalen Handy.

Während die Zahl der weltweiten Festnetzanschlüsse seit 2005 nach Daten des Telekommunikations-Marktforschers IDATE um 0,9 Prozent gefallen ist, stieg die Zahl der Mobilfunkverträge sprunghaft bis 2009 um 95 Prozent auf 4,22 Milliarden. Zehn Prozent der mobilen Kunden sind dabei nach Angaben der Anbieter für 80 Prozent des Datenverkehrs verantwortlich. Sie spielen über das mobile Netz Online-Videospiele, laden Filme, Musik und Softwareupdates herunter.

Um noch Bandbreite für ihre anderen Kunden übrig zu haben, drosseln viele Anbieter mittlerweile die Zugangsgeschwindigkeit der intensiven Nutzer.


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