Anbieter wie T-Mobile oder Vodafone versuchen beim mobilen Internet, Anwendungen einzuschränken.
Beispiel T-Mobile: Wer über dessen Internet-Dienst surft, muss hinnehmen, dass alle Bilder, die der Nutzer im Web zu sehen bekommt, automatisch durch einen so genannten Proxy fließen. Dieser Zwischenspeicher dampft Bilder ein, damit weniger Daten übertragen werden müssen. Die Technik, “Speedmanager” genannt, lässt sich zwar abdrehen, den meisten Nutzern fällt sie aber gar nicht erst auf.
Beispiel Vodafone: Aufgrund einer frühen Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium bei den umstrittenen Internet-Sperren im Netz sowieso schon als “Zensurprovider” verschrien, wurde kürzlich vorgeworfen, in Teilen seines Mobilnetzes den Datenverkehr an fremde DNS-Server (Domain Name Service) umzuleiten. Diese Rechner sind für die enorm wichtige Auflösung von Klartext-Adressen in Internet-Protokoll-Adressen zuständig und können genutzt werden, um die Erreichbarkeit unerwünschter Seiten zu verhindern.
Laut einem Bericht von “ZDnet.de” soll Vodafone nun verhindert haben, dass man eine andere statt der Vodafone-eigenen DNS-Infrastruktur einsetzt. Das könnte man beispielsweise wollen, um Maßnahmen, die Nutzer gegen Internet-Sperren treffen könnten, auszuhebeln.
Sowohl T-Mobile, Vodafone als auch E-Plus sind dagegen, dass die Anbieter weder Internet-Telefonie noch Filesharing-Dienste in ihren Netzen erlauben. Diese beliebten Dienste sind entweder ganz verboten (Filesharing) oder nur gegen Aufpreis (Internet-Telefonie) erhältlich. Die Anbieter behalten sich vor, das Verbot mit technischen Maßnahmen durchzudrücken, blockieren etwa bestimmte Internet-Ports, die für das ordnungsgemäße Funktionieren notwendig wären.
Noch am kundenfreundlichsten gibt sich O2 Deutschland, Tochter des spanischen Telekommunikationsriesen Telefonica. Dort ist seit kurzem offiziell erlaubt, ohne Aufpreis Internet-Telefonie zu verwenden. Doch selbst mit der offiziellen Erlaubnis, statt über das teure Mobilnetz etwa kostenlose Sprachdienste wie Skype zu verwenden, hat die Sache einen Haken: Genauso wie bei allen anderen deutschen Mobilfunkern ist auch bei O2 nach maximal fünf Gigabyte Übertragungsvolumen im Monat Schluss mit Höchstgeschwindigkeit. Dann wird das Netz auf Kriechgeschwindigkeit herunter geschaltet, so dass Sprachdienste nicht mehr ordnungsgemäß nutzbar sind und Multimedia-Seiten wie YouTube zur Qual werden.
Richtige Flatrates sind das wahrlich nicht!
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