Entwicklung Mobiles Internet im Jahre 2010

Es gibt keinen Zweifel, das mobile Internet steht vor dem Durchbruch. Mehr als 11 Millionen Deutsche gehen bereits mobil ins Netz. Ein wichtiger Grund sind sinkende Preise für Datentarife, Flatrates (< 5 GB) und mobile Handys mit größerem Display (3,2“ und größer). Die Mobiltelefonie wird nicht mehr der Hauptzweck der Mobiles sein. Mit vielen neuen Funktionen sind sie für private und geschäftliche Nutzer auch attraktiv im Preis.

Eingebaute GPS Empfänger machen die Geräte tauglich für die Navigation. Experten und Trendscouts prognostizieren bereit für das Jahr 2012, dass das mobile Handy den PC als Zugang zum Internet in Zahlen weit übertreffen wird.

Location Based Services (Standortbezogene Dienste) werden für den privaten und geschäftlichen Bereich viel Aufmerksamkeit erfahren. Die klassische Suche nach einem Point of Interest an meinem aktuellen Standort, zum Beispiel Hotel, Geldautomat, Sehenswürdigkeit, Tankstelle etc., ergänzt die klassische Navigation nach Routen für Fußgänger, Motorradfahrer und Autofahrer. Ergänzt werden die Anwendungen durch interaktive Karten für mobile Cityguides und Audiokommentare unter Berücksichtigung verschiedener Landessprachen.

Augmented Reality macht das Handy zum Welt-Wissensfenster. Kamera-Bilder, GPS-Informationen werden mit dem Wissen des Internet verknüpft.

 

Beim Einkaufen kommt der Handy-Kamera vermehrt Bedeutung zu. Mit entsprechenden Applikationen wird ein Barcode eines gewählten Produkts im Laden gescannt. Mit diesem EAN-Code des Produktes werden über die mobile Internetverbindung ggf. Käufermeinungen und Preisvergleiche zum Produkt im Web eingeholt.

Soziale Netzwerke im Internet, in denen ich mein Profil gespeichert habe, kann ich meinen Standort preisgeben, aktuell mit Daten, Bildern und Filmen zum Netzwerken ergänzen.

Mobilfunkanbieter und Werbestrategen geraten mit den Möglichkeiten dieser neuen Marketing Kanäle für virales Marketing ins Schwärmen. Damit kann dem Smartphone Benutzer etwas direkt auf dem Display angeboten werden und das Zielgruppen genau. Wir Verbraucher zahlen die praktischen und kostenlosen Dienste mit den eigenen privaten Daten! Der Übergang zwischen Verbraucherinformation und Werbung ist dabei fließend geworden.

Viele Nutzer vom klassischen Mobiltelefon werden auf ein Smartphone umsteigen. Die größten Marktanteile werden wohl Android Phone (diverse Hersteller), Apple iPhone (teuer und viele Maßregelungen durch Apple) oder ein Windows Phone (schlechte Bedienerführung) haben, abhängig von den zusätzlichen ladbaren Anwendungen, die in den virtuellen Stores oder Markets vorhanden sind.

Der entscheidende Schlüssel für den Erfolg oder Misserfolg eines einzelnen Produktes wird sein, ob Usability, Anwendungen und Services zusammenpassen, um die Anwender von einer Plattform zu überzeugen.

Bei dem rasanten Wachstum des mobilen Internets müssen die Netzwerkanbieter rasch die Kapazitäten von UMTS ausbauen, denn sonst bekommt jeder Nutzer langsame Zugriffszeiten wie zu Zeiten von Compuserve im letzten Jahrhundert über die analoge Telefonleitung.


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