Seit mehr als 20 Jahren beschäftige ich mich mit diversen Windows Versionen auf Desktop PC, Notebooks und Netbooks. Es steht eine unübersehbare Menge an Anwendungssoftware und Tools zur Verfügung, aber der Zeitaufwand ein System aktuell und sicher zu erhalten wird immer zeitaufwendiger. Ich denke da besonders an Windows, Browser, Add-Ons, E-Mail-Client und diverse Tools. Alle Updates sind von verschiedenen Quellen zu beziehen und mehr oder wenig umständlich nach teilweiser Deinstallation zu installieren. Da hilft nur „Plug and Pray“ , sehr viel Zeit und viel Frust.
Ärgerlich ist, dass an immer mehr unterschiedlichen Stellen und Hierarchien Parameter eingestellt werden müssen damit alles “richtig” läuft. Nicht nachvollziehbar ist das enorme Aufblähen des Betriebssystems mit Daten im Laufe der Zeit und damit die Verlangsamung des Gesamtsystems. Man benötigt Zusatzprogramme um die schlimmsten Auswüchse zu beseitigen und um das System am Laufen zu halten. Mein neuer Multifunktionsdrucker hat eine Bedienungsanleitung von 1024 Seiten! Welcher Normalbürger soll da noch mitkommen? Die Menschen, die keine Ahnung von Informationstechnik haben, schütteln nur den Kopf und verstehen überhaupt nicht, was man da eigentlich treibt.
Ein Versuch vor mehreren Jahren auf ein Linux-Derivat umzusteigen, war ohne Erfolg, denn bestimmte Treiber zum Betrieb von externer vorhandener Peripherie waren nicht verfügbar. Menschen, die kein Verständnis für die Informationstechnik haben, arbeiten leider daher mit unsicheren Systemen.
Vor ein paar Monaten benötigte ich ein neues Mobiltelefon. Ein Windows Mobile Handy (WinMo-Handy) kam wegen schlechter Erfahrungen mit einem PDA nicht in Frage. Nach ausführlicher Marktrecherche kam nur ein Gerät von Apple (iPhone) oder ein Smartphone mit Android in Frage. Apple schied wegen des sehr hohen Preises für ein iPhone 3GS aus. Es wurde dann nach reiflicher Überlegung wegen der Offenheit und Unabhängigkeit von einem Hersteller ein Android Smartphone.
Was ich dann erlebte war und ist eine wahre Freude und ließ viel Ärger und Beschäftigung mit dem Windows Betriebssystem vergessen machen. Die meisten der 242 Seiten Bedienungsanleitung des HTC Hero waren eigentlich nicht notwendig. Das Grundprinzip eines Touchscreen und die Möglichkeiten waren recht schnell verstanden. Das Herunterladen und die Installation von Software aus dem Android Market war und ist einfach, besonders mit dem QR-Code und dem App. „Barcodescanner“. Das alles funktioniert mit wenigen Klicks auf das Touchscreen. Man kann die Software ausprobieren und bei Nichtgefallen wieder deinstallieren ohne Müll auf seinem Speicher zu hinterlassen. Bis heute hatte ich extrem wenig eingefrorene Bildschirme, bei Windows nennt man so etwas „Bluescreen“. Immer wieder überraschend ist für mich, wie klein die Programme (KB) im Vergleich zu Windows und deren Anwendungen im mindestens zweistelligen MB-Bereich sind. Alle mehr als 40 Anwendungen kann ich mit dem App „aTrackDog“ aus dem Android Market übersichtlich und in wenigen Minuten, das ist nicht übertrieben, schnell auf die aktuelle Version bringen. Alle aktuellen Benachrichtigungen diverser installierter Programme bekommt mein PC mit Mobiltelefon bzw. Smartphone in einer Benachrichtigungsübersicht auf dem Homescreen angezeigt. Mit dem „Apps Organizer“ werden alle installierten Anwendungen in Ordner mit sprechenden Namen bei der Installation eingeordnet und so sind alle Symbole der Order mit Namen auf dem Homescreen dem Anwender übersichtlich sichtbar.
Denke ich mal etwas in die Zukunft, könnte ich mir ein übergroßes Smartphone mit Android als Ersatz für ein Windows Netbook oder Notebook mit optionalem Tastaturanschluss für eine körperlicher Tastatur, HDMI-Anschluss für einen zweiten externen Monitor, leistungsfähigem Prozessor, großem Speicher, WLAN und UMTS vorstellen. Sicherlich sind dann für Android (Chrome OS) auch Anwendungen wie Firefox, Open Office, Gimp u.a. verfügbar. Dann ist die Zeit gekommen endlich die Epoche Windows zu schließen.
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