Die Mobilität der Menschen und die fast unendliche Bereitstellung zu jedem Thema von digitalem Inhalt im Internet fördert die Verbreitung von mobilen Geräten mit Touchscreen wie Smartphone, Tablet-PC, Webstation und e-Book-Reader. Erfolgreiche Smartphones wie das iPhone oder Android-basierte Modelle sind vom Telefon zum Kommunikationsgerät für digitale Inhalte aller Art mutiert.
Um Internet-Content zu konsumieren, benötigt man heute und in Zukunft nicht unbedingt einen Windows-, Linux-PC oder Apple Mac, Notebook oder Netbook und bleibt von den Widrigkeiten der genannten Systeme bei Installation und Betrieb weitestgehend verschont. Smartphones, Tablet-PC und spezielle e-Book-Reader sind sicherlich aus diesen Gründen auch für die sich ständig vergrößernde ältere Generation (demografischer Effekt in Deutschland) ohne umfassende Systemkenntnisse von Nutzen.
Die neue Generation mobiler Content-Devices wie Smartphones und Tablet-PC stehen für sich alleine und integrieren viele herkömmliche Geräte wie Telefon, Messenger, PDA, MP3-Player, Navi-System, Kompass, e-Book-Reader, Radio, News-Reader und die Anbindung an soziale Netzwerke. Mit diesen mobilen Geräten entstehen neue Zielplattformen für den kostenlosen und kostenpflichtigen Konsum digitaler Inhalte, die vom PC komplett losgelöst und für den mobilen Einsatz auch im Design aufbereitet sein sollten.
Ende 2009 verkaufte Amazon erstmals mehr eBooks als körperliche Bücher. Offensichtlich scheint ein großer Bedarf für e-Book-Reader und Kauf von elektronischen Büchern im Dateiformat (*.epub ) vorhanden zu sein. Die Konkurrenz hat das offensichtlich beobachtet und Ihre Planungen für kommende neue Hardware daraus gezogen.
Die erste Runde im Kampf um die Dominanz des digitalen Contents ging klar an die digitalen jungen Unternehmen. Apple, Amazon und Google sind Unternehmen, die nicht gerade zu den größten Freunden der etablierten Medienbranche und des Fachhandels gehören. Kaum jemand hat das Internet so gut verstanden wie Google, ich denke da an Suchmaschine, Verschenken von Software und für den Konsumenten von den Auftraggebern bezahlte inhaltsorientierte Werbung auf Webseiten. Apple hat fast ein Monopol auf legale digitale Musikdownloads über iTunes neben Amazon mit MP3-Downloads. Bei Filmen spielen wohl zum Beispiel Apple, Amazon und Netflix die Hauptrollen. Etablierte internationale Bezahlsysteme zum Kauf von kostenpflichtigem Inhalten, zum Beispiel Google Checkout, PayPal und ClickandBuy, gibt es genügend.
Wo sind die traditionellen Verleger von Zeitschriften und die Filmbranche mit ihrem riesigen Fundus geblieben? Erleidet mittelfristig durch diesen Trend die Branche der Zeitschriftenverlage und Buchverlage ein ähnliches Schicksal wie die Musikindustrie mit ihren diversen auslaufenden Tonträgern? Die traditionellen Medienkonzerne sind weit davon entfernt, das Internet verstanden zu haben. In der Industriegeschichte war es schon immer so, dass überholte Industrien irgendwann vom Markt verschwinden, da die Geschäftsmodelle überholt sind.
Am Trend, Dinge des täglichen Lebens zu digitalisieren, kostenlos wie Neuigkeiten und Werbung oder kostenpflichtig Inhalte, die nicht unbedingt benötigt werden, zu vertreiben, führt wohl kein Weg mehr vorbei. Die ganz großen Gewinner sind bisher Google, Apple, Amazon und andere, die bei der neuen Generation der Content-Geräte die gesamte Wertschöpfungskette von der Hardware über die digitalen Marktplätze bis hin zu den Verrechnungssystemen abdecken.
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