Sicherheit in sozialen Netzwerken

Offensichtlich fehlt den Plattformanbietern von sozialen Netzwerken der Respekt vor Privatdaten. Das führt zu einem massiven Eingriff in die Privatsphäre. Das ist leicht zu verstehen, denn mit den millionenfach gesammelten Daten können die Dienstanbieter Nutzerprofile erstellen und mit dazu passender Werbung viel Geld verdienen. Doch niemand wird gezwungen, seine Daten einem oder mehreren sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google Buzz preis zu geben. Der Staat kann nicht alles schützen! Wo bleibt dann die Freiheit. Im Vordergrund steht das Erkennen von Gefahren, also der Risiken, deren Bewertung und Vermeidung der Gefahren.

Wenn man doch an den Diensten der sozialen Netzwerke teilhaben möchte, habe ich hier einige Regeln zusammen gefasst, die jeder beachten sollte.

  1. Das Internet vergisst nichts.
  2. Benutzerkennung und Passwort als Zugang zum Profil sorgfältig wählen.
  3. Bei persönlichen Fotos darauf achten, dass man vorteilhaft dargestellt wird.
  4. Bei jeder Dateneingabe und Speicherung in ein Profil überlegen, ob es notwendig ist.
  5. Bei der Verbreitung von Texten, Fotos, Links und Videos darauf achten, dass sie nicht zum Nachteil, ggf. Stalking oder Mobbing gegen die eigene Person oder Dritte verwendet werden können.
  6. Sich genau anschauen, wer welche persönlichen Informationen lesen und damit auswerten kann.
  7. Nicht ohne Einverständnis von Dritten Personen und Häuser für das Internet fotografieren und veröffentlichen.
  8. In kürzeren Abständen die Profileinstellungen überprüfen, da die Dienstanbieter häufig Softwareänderungen durchführen, die zu ungewollten Veröffentlichungen von eigenen Daten führen können.

Denn zwischenzeitlich gibt es auch soziale Netzwerke für Räuber und Einbrecher, die Daten aus Profilen und passenden Twitter Meldungen (Tweets), zum Beispiel „ich bin für 3 Tage in München“ für ihre persönlichen Belange auswerten. Ein ergänzender Dienst ist Foursquare, der die Lokalität in Echtzeit anzeigt, wo sich bestimmte Personen mit eingeschaltetem GPS und ihrem Multimedia-Handy gerade befinden.

Weiteres Wissenswertes über den Datenklau von Facebook finden Sie in einem Artikel von heute.de computer.

Wenn man auf seinem Multimedia-Handy Anwendungen (Apps) von Facebook oder anderen sozialen Netzwerken betreibt, sollte man tunlichst auf das Online-Banking von diesen Geräten aus Sicherheitsgründen verzichten. Das hat einen einfachen Grund, niemand weiß genau, was diese Apps an Daten aus dem Multimedia-Handy auslesen und weiterleiten.


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