Foxconn (Tochterfirma vom Konzern Hon Hai Precision Industry aus Taiwan) in der Sonderwirtschaftszone im chinesischen Shenzhen beschäftigt mehr als 420.000 Menschen. Wenn die 420.000 Mitarbeiter in Shenzhen ihre wöchentliche Arbeitszeit von 60 Stunden reduzieren, um nicht gegen chinesische Gesetze zu verstoßen, dann müsste Foxconn fast 100.000 zusätzliche Arbeitskräfte einstellen! In ganz China seien es 800.000. Die Firma produziert unter anderem für Apple, Hewlett Packard, Sony und Dell. Seit Anfang des Jahres haben sich elf Menschen bei Foxconn umgebracht.
Arbeitsrechtsorganisationen machen den hohen Druck bei gleichzeitig schlechter Bezahlung verantwortlich. Nach Berichten muss an sechs Tagen pro Woche jeweils zwölf Stunden bei hohem Tempo gearbeitet werden. Der monatliche Lohn eines Arbeiters bzw. Arbeiterin beträgt umgerechnet ca. 106 Euro. Zusätzlich sollen die Mitarbeiter schriftlich versichern, dass sie auf einen Selbstmord verzichten werden!
Wir freuen uns immer wieder über neue Elektronik Produkte aus Fernost, aber das sind Punkte, die jeder vor einem Kauf bedenken sollte. (Quelle: Spiegel Online)
Nachtrag vom 02.06.2010: Anfang der Woche hatte Foxconn angekündigt, die Monatslöhne seiner Mitarbeiter ab 1. Oktober um 66 Prozent auf 2000 Yuan (240 Euro) anzuheben.
Nachtrag vom 09.06.2010: Das iPhone und andere Multimediageräte von Foxconn könnten langfristig teurer werden, weil der chinesische Auftragsproduzent Foxconn seine Preise gegenüber den Bestellern erhöht.
Nachtrag vom 25.07.2010: Erneuter Todesfall bei Foxconn.
Nachtrag vom 27.07.2010: Nun hat Foxconn, der iPhone Produzent auch in Indien Ärger. Eine Fabrik musste geschlossen werden, da 250 Arbeiter erkrankt sind. Grund: Der Konzern hatte nach eigenen Angaben “routinemäßig” Pestizide versprüht.
Nachtrag vom 27.12.2010: Der Eigentümer Terry Gou verdankt seinen Reichtum den Fertigungsaufträgen des US-Konzerns Apple für iPod, iPhone und iPad, Sony, Dell und HP. Mit 5,5 Mrd. Dollar verfügt der 59-Jährige über so viel Privatvermögen wie sein Auftraggeber, Apple-Gründer Steve Jobs. Die Mitarbeiterzahl soll 2011 auf über eine Million Menschen erhöht werden.
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