Anwendung Flipboard das Schreckgespenst für Verlage?

Man mag das Konzept Tablet-PC oder auch nicht. Nun gibt es ein gutes Beispiel für die mögliche Tragweite des Konzepts Tablet-PC. Betrachtet man den flachen Bildschirm ohne physische Tastatur als ein mobiles Gerät zum Konsumieren von Inhalten (Content), dann hat man den Sinn eines Tablet-PCs begriffen. Er ist leicht, mit WLAN (WiFi) in der häuslichen Umgebung oder in der Nähe eines Hotspots ohne große Kosten zu nutzen. Mit einem UMTS-Chip ist der Tablet-PC natürlich auch mobil zu nutzen. Ein Netbook ist mehr ein Gerät zum Arbeiten als zum Konsumieren von Inhalten.

Hat man die Anwendung Flipboard, zurzeit noch exklusiv für das Apple iPad installiert, kann man sich prinzipiell sein eigenes Magazin aus verschiedenen online Quellen im Format eines Magazins zusammen stellen. Man ist also nicht auf ein elektronisches Magazin eines speziellen Anbieters angewiesen und das in einem optisch äußerst attraktiven Erscheinungsbild.

Das ganze kann man als evolutionäre Weiterentwicklung analog der bekannten Google News mit einer Bedieneroberfläche für einen Tablet-PC sehen. Google News werden auch aus verschiedenen aktuellen Quellen zusammen gestellt.

Das Konzept müsste aus meiner Sicht Verlage für Tageszeitungen und Fachzeitschriften ein weiteres Schreckgespenst sein. Denn warum soll ich nun ein elektronisches Abo einer oder mehrerer Fachzeitschriftwn oder Tageszeitungen monatlich kaufen und auf eine bestimmte journalistische Ausrichtung angewiesen sein? Natürlich kann man Inhalte auch an “Freunde” und “Freundinnen” schicken.

Nein, ich stelle mir Themen und Anbieter in einem optisch ansprechenden Magazin Format mit dem App Flipboard auf meinem Tablet-PC selbst zusammen.


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