Forschern aus den Intel Labs und den US-Universitäten Duke und Pennsylvania State haben untersucht, welche Informationen Android Apps an unbekannte Dritte mitteilen.
Sie waren erstaunt, dass in einigen Fällen die eigene Telefonnummer, die Identifikationsnummer des Smartphones (IMEI-Nummer) und die SIM-Kartennummer an Dritte weiter geleitet wurden. Adressat war eine chinesische Firma. Die Daten wurden über die Internet-Adresse imnet.us geschickt.
Möglich war der Nachweis mit einer Anwendung namens TaintDroid, die die Wissenschaftler programmiert haben. Das Programm sollte heraus finden, welche Daten bei Android aus den installierten Apps extrahiert und weitergeleitet werden. Für den Test mit TaintDroid hat man die 30 populärsten und kostenlosen Apps aus dem Android Market ausgewählt. Das erschreckende Ergebnis war, dass 50% der Apps Nutzerdaten an Werbetreibende weiter gaben. Für die Forscher in zweifelhafter Weise nutzten immerhin 2/3 der Apps die persönlichen Daten des Multimediagerätes.
Auch wurden ohne das Einverständnis der Nutzer Daten über den Standort des Nutzers an Werbenetzwerke weiter gereicht und das in kurzen Zeiträumen. Eine Demonstration der Funktionsweise von TaintDroid zeigt das Video der Duke University.
Weitere Informationen sind der Webseite Realtime Privacy Monitoring on Smartphones zu entnehmen.
Leider ist diese App noch nicht im Android Market verfügbar. Zum Betrieb der Anwendung ist eine Root-Berechtigung notwendig, die im Standard Android Betriebssystem nicht vorgesehen ist. Ich würde gerne auf meinem Smartphone TaintDroid installieren, um meine installierten Apps auf die Weitergabe von persönlichen Daten zu testen.
Die Studie mit den Ergebnissen gibt es als PDF-Datei.
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