Apples Zukunft: Mobile Geräte und App-Stores

Die vergangene Veranstaltung (Keynote Steve Jobs) war sehr aufschlussreich bezüglich der zukünftigen Ausrichtung des Apple Imperiums. Im Vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010 verkaufte Apple 3,89 Mio. Macintosh-Computer, 4,19 Mio. iPads, 9 Mio. iPods und 14,1 Mio. iPhones. Nicht zu erwähnen Milliarden Lizenzen für kleine Anwendungen für die mobilen Geräte, Apps genannt.

Offensichtlich verabschiedete Steve Jobs den Desktop Computer namens „Mac“, also Computer die fest auf auf einem Schreibtisch stehen und spezielle Software benötigen als Fremdkörper im Apple Universum. Generell geht der Verkauf von Blechbüchsen auch bei anderen Herstellern stark zurück, also nichts Neues vom Imperator.

Steve Jobs kündigte an, das Konzept der Apps aus dem App-Store für die mobilen Geräten auf mobile Computer wie die MacBook Air Serie ausdehnen zu wollen. Nun soll es innerhalb von 90 Tagen für die Mac Modelle einen Laden im Internet geben, in dem man Anwendungen kaufen, herunter laden und auf seinem Mac installieren kann. Dazu wird es ein angepasstes Betriebssystem „Lion“ OSX 10.7 geben. Die MacBooks Air werden in unterschiedlichen Größen den Markt für Notebooks und Subnotebooks abdecken. Die mobilen Geräte, nur mit Flash-Speicher analog dem iPad ausgestattet, kosten zwischen 999 und 1599 US-Dollar.

Die Einführung des App-Store für mobile Geräte hat das Geschäftsmodell bisher von Apple revolutioniert. Eine unbekannte Anzahl fremder Entwickler programmiert die Apps nach strengen Apple Richtlinien, Vorgaben und Zensur der Inhalte. Der Verkaufserlös für die Apps durch die Milliarden von Downloads werden geteilt. Apple kassiert 30% des Umsatzes, die Entwickler bekommen 70%. Zusätzlich verdient Apple noch an den in die Anwendungen geschalteten Anzeigen (Ads).

Bei bislang sieben Milliarden heruntergeladenen Programmen bleibt da eine Menge Geld bei Apple aus dem Dienstleistungsgeschäft hängen. Apple will zukünftig die wachsende Zahl der Interessenten an Computerspielen nicht mehr vernachlässigen. Man kooperiert zukünftig mit einem Hersteller für Computerspiele.

Diese Maßnahmen demonstrieren eine klare Strategie für die Zukunft. Es ist weiterhin ein geschlossenes System, wobei Apple die volle Kontrolle über Hardware, Software Entwicklung, Software Vertrieb und Inhalte (Content) ausübt. Das wird sicherlich zu einer Flut neuer preiswerter oder kostenloser, durch Werbung finanzierter Software, führen. Geo-Tracking und die Überwachung der Benutzer werden sicherlich dabei noch stärker werden.


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4 Kommentare

  1. Hallo Samy, danke für die aktive Mitarbeit und den Hinweis. Die Werte habe ich im Artikel korrigiert.

  2. Hinweis an die Redaktion:
    Apple 30% – Entwickler 70% !!!

  3. Pingback: Apple isoliert seine Nutzer weiter | Mobiles Internet

  4. Pingback: Mozilla Open Web Apps | Mobiles Internet