In der Welt des Internet herrscht bisher der Trend vor, weg von proprietäten (firmeneigenen) Anwendungen (Clients) hin zur Integration der Anwendungen in einem Web Browser. Ein ganz wesentlicher Grund ist die Vermeidung der Installation von speziellen Programmen auf vielen Firmen PC. Auch müssen diese speziellen Client-Programme regelmäßig gewartet werden, was erheblichen Aufwand bei der Fernwartung bedarf. Hinzu kam die unterschiedliche Bedienerführung der Anwendungen für den Benutzer. Also alles Gründe, um Anwendungen in einem einheitlichen Browser, sei es der MS Internet Explorer oder Mozilla Firefox ablaufen zu lassen. Manchmal sind auch zusätzliche Plug-Ins bzw. Add-ons für die Erweiterung von Web-Browser Funktionen für Anwendungen notwendig.
Aus meiner langen IT-Erfahrung in großen Unternehmen ist der beschriebene Weg der absolut richtige Weg für Anwendersoftware, um eine Installation pro Endgerät zu vermeiden, Updates im Lebenszyklus auf den Endgeräten zu vermindern und die Benutzerfreundlichkeit durch die Gewöhnung an einen Browser mit einheitlicher Bedieneroberfläche zu erhöhen.
In der Welt der Smartphones kommt ein anderer Trend immer markanter in Mode. Die Anzahl spezielle Apps werden programmiert, veröffentlicht und wenige Webseiten wurden bisher für die Darstellung in einem Smartphone Webbrowser optimiert. Ich kann auch eine Darstellung einer Taschenlampe in einem Browser mit unterschiedlicher Lichtstärke leuchten lassen! Dazu benötige ich keine App. Auch benötige ich für die Dartsellung einer “normalen” Webseite keine App, die genau den gleichen Inhalt zeigt!
Diesen Trend stellte das US-Marktforschungsunternehmens Parks Associates in einer Untersuchung fest. Dieser Trend zeigt sich besonders bei den jüngeren Menschen unter 35 Jahren.
Das ist aus meiner Sicht ein besonders eindrucksvolles Beispiel, wie viele Erkenntnisse aus der Informationstechnik in den letzten Jahren wieder verloren gehen, da ältere Menschen mit Erfahrung die Unternehmen aus Kostenersparnis verlassen mussten. Es ist unglaublich, wie viel Wissen und Erfahrungen in so kurzer Zeit in den Unternehmen verloren gegangen sind.
Bei der Nutzung des Smartphones steht offensichtlich für die nach Lebensalter jungen Menschen die Bequemlichkeit im Vordergrund. Auch wenn eine App, zum Beispiel „Deutsche Zeitungen“ nur aus aufbereiteten Links besteht, kann sie schon sehr erfolgreich sein. Apps verlangen keine Web-Adresse, sondern nur einen Klick und sind speziell auf die wichtigen Systeme Android, iPhone / iPad und Windows Phone 7 angepasst.
Diese junge konsumfreudige Kundschaft will nur noch auf einen „Button klicken“, jedoch prinzipiell keine manuellen Eingaben von Webadressen vornehmen. Das ist zu verstehen, denn die Web-Adresse werden auch im Zeitalter des SEO-Kults immer länger und unhandlicher zur Eingabe über virtuelle Mini-Tastaturen. Auch hier ist ein Trend zu Kurz-URL zu sehen. Es werden für Microblogging oder soziale Netzwerke maschinell kurze Aliase, die schneller einzugeben sind, erzeugt.
Sicherlich werden die diversen Web-Browser im Sektor Smartphone zukünftig eine veränderte Rolle Spielen. Ich persönlich möchte mir wünschen, dass ich meine Lesezeichen bzw. Favoriten vom PC mit dem Smartphone Browser synchronisieren kann.
Apps haben den entscheidenden Nachteil, dass sie für spezielle Geräte mit speziellen Werkzeugen nach mehr oder wendiger strengen Vorgaben (Apple vs. Google) der Hersteller oder Lizenzgeber der Entwicklungswerkzeuge (SDK) entwickelt werden und damit in der Regel im Ursprungscode nicht austauschbar sind.
Wenn Webseiten nach aktuellen Richtlinien, zum Beispiel SELFHTML aufgebaut sind, können Sie in jedem Browser, egal von welchem Hersteller, bei ordentlicher Programmierung, dargestellt werden.
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