Die mobilen Technologien wie GSM, UMTS, LTE und für den Nahbereich WLAN (WiFi) bereiten uns viel Komfort bei der drahtlosen Übertragung von Daten.
Die meisten Menschen haben in unserem Land inzwischen den alten Röhrenfernseher (TV) gegen einen LCD Fernseher ausgewechselt. Der Desktop Rechner mit Blechgehäuse wurde sicherlich auch bereits durch ein Notebook mit DVD-Laufwerk und HDMI Anschluss ausgewechselt, um mobil und drahtlos surfen zu können. Gerade für Spiele und Bilder ist ein Großbildschirm bestens geeignet. Zusätzlich sind bereits einige Leser dieser Zeilen mit einem Smartphone mit HDMI Anschluss ausgestattet.
Mit einem LCD Fernseher mit 1080p HD Auflösung hat man nun einen wunderbar großen Monitor im Haus, der es ermöglicht, scharfe Bilder vom PC wieder zu geben. Es bietet sich nun an, vom Sessel aus im Internet ohne Einschränkungen zu surfen oder den Inhalt einer DVD oder Blue-Ray Disc am LCD Fernseher im Großformat zu genießen.
Aus den genannten Gründen benötigt man eigentlich gar keine Internet tauglichen TV Geräte, wie sie momentan im Handel angeboten werden. Voll tauglich zum Surfen sind die Lösungen nicht! Diese Internet fähigen TV bieten nur eine vom Hersteller beschränkte und voreingestellte Auswahl an Webseiten aus dem Internet an. Es geht um unbegrenzten und freien Zugang zum vollen Angebot des World Wide Web und das ohne Zusatzkosten. Die von der Industrie angebotene Bedienung der Webseiten über die Fernbedienung ist ein Witz und aus meiner Sicht für die Nutzung untauglich. So genannte Internet fähige LCD Fernseher sind daher überflüssig und werden sicherlich schnell wieder vom Markt verschwinden.
Zur Verbindung zwischen Notebook und LCD Fernseher ist aktuell ein HDMI Kabel für die digitale Übertragung des Bildes und Ton (Audio) notwendig. Ein separater DVD-Player ist überflüssig, denn im Notebook sind geeignete Laufwerke bereits eingebaut.
Übrigens gibt es auch inzwischen Smartphones im oberen Preissegment mit HDMI Anschluss, die man mittels HDMI Kabel mit dem Fernseher verbinden und somit prächtig surfen kann.
Möchte man jedoch gänzlich mobil bleiben und auf das HDMI Kabel zwischen Notebook und LCD Fernseher verzichten, muss eine drahtlose Verbindung geschaffen werden. Übrigens verkauft der stationäre und online Handel HDMI Kabel bis zu einer Länge von 7 Metern in unterschiedlichen Qualitäten. Manchmal funktioniert die Datenübertragung, manchmal nicht.
Momentan ist es sehr schwer, einen Überblick über die Geräte zu gewinnen, die den mobilen Einsatz eines Notebook in Verbindung mit einem LCD Fernseher ermöglichen. Mal ist es eine Funkbrücke, Settop-Box oder USB-Stick. Grundsätzlich besteht die drahtlose Verbindung aus einer breitbandigen WLAN-Verbindung. Die Standards sind definiert, aber keiner weiß im Moment, welcher Standard sich am Ende bei „drahtlosem“ HDMI durchsetzen wird. Als Normungen sind bekannt:
Den WirelessHD Standard unterstützen Firmen wie Intel, LG, NEC, Panasonic, Philips, Samsung, Sony und Toshiba. WirelessHD kann bis max. 25 GBit/Sek Daten transportieren und hat maximal zehn Meter Reichweite, Der Kopierschutz DTCP ist implementiert. Intel unterstützt als Chip Fabrikant mehrere Standards, ebenso Sony. Wenn ich an Allianzen und Kopierschutz denke, werde ich schon ärgerlich, denn unweigerlich sind damit Inkompatibilitäten von Geräten vorprogrammiert.
Der Standard Wireless Gigabit (WiGig) bietet weniger Bandbreite, aber deutlich mehr Reichweite als WirelessHD. Der Datendurchsatz beträgt nur sieben GBit/sek. Für 1080p HD Filme wird weniger Bandbreite benötigt. Zu den unterstützenden Firmen zählen AMD, Cisco, Dell, Microsoft, Nokia, Nvidia, Panasonic und Samsung. Auch Intel, NEC und Toshiba dabei, die bereits WirelessHD unterstützen. Der in das System implementierte Kopierschutz nennt sich HDCP.
Der Standard Wireless Home Digital Interface (WHDI) ist zur unkomprimierten Übertragung von HD Inhalten in privaten Netzwerken für Video und Audio vorgesehen. Unterstützt wird der Standard von Hitachi, LG Electronics, Motorola, Samsung, Sharp und Sony. Die Datenübertragungsrate liegt bei 3 GBit/Sek. Das reicht auch für 1080p-HD-Filme. Sehr interessantest an diesem Standard ist seine Reichweite. Im 5 GHz-Band arbeitend, durchdringt WHDI recht problemlos auch Wände und soll noch bis 30 Meter funken. Das ist sicherlich für eine typische Wohnung ausreichend.
Die aktuelle Version des Intel Standards Intel Wireless Display (WiDi) soll echtes HD erlauben. Der Standard ist dafür erdacht worden, um Inhalte von einem Notebook bzw. Smartphone auf einen Fernseher mit HDMI Anschluss drahtlos zu übertragen. Notwendig ist eine Empfängerbox.
Interessant ist es, ein wenig in die Vergangenheit zu blicken. Intel machte WLAN zur Massenanwendung und machte das WLAN-Modul zum integralen Bestandteil seiner Chipsätze für Notebooks. Intel nutzt Wireless Display und hat diese Technologie in die mobilen Sandy Bridge Chips integriert. Da Intel Marktführer bei der Ausrüstung von Notebooks mit Prozessoren und elektronischen Chips für viele Komponenten ist, wird dieses drahtlose HDMI bald in Millionen Haushalte verfügbar sein.
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Empfängerbox Netgear Push2TV HD für den mobilen Betrieb zwischen Notebook und TV Gerät. Die Technik basiert auf Intels Wireless Display Technik WiDi. Die Sand-Bridge-Architektur mit WiDi ist im Sendemodul enthalten, um Filme oder Internet-Inhalte drahtlos und in 1080p-HD auf einen LCD Fernseher zu übertragen.
Ob diese neuen Standards sich gegenseitig oder gar die Gesundheit stören, ist noch offen. Was schwirrt nicht bereits alles an Funkwellen um unsere Köpfe herum? Sei es nun DVB-T, GSM, UMTS, WLAN u.a. Wer also ein wenig flexibles HDMI Kabel als Verbindung nicht länger haben möchte, muss also in bezahlbare Funktechnik investieren.
Wireless HDMI kann eine Universallösung für die breitbandige Heimvernetzung sein. Für die Übertragung von bewegten Bildern und Ton nach dem aktuellen Standard 1080p HD reichen 2 GBit/Sek aus.
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