IP-Adresse auswerten und lokalisieren

Zwischen dem Datenschutzbeauftragten des Landes Hamburg Johannes Casper und Google wurden seit November 2009 Verhandlungen über das Webanalyse-Tool Google Analytics geführt. Die Gespräche haben zu keiner Lösung des beanstandeten Sachverhaltes geführt.

Auch die erfolgten Nachbesserungen seitens Google zur Analyse der Webaktivitäten einer Webseite entsprechen nach Auffassung des Datenschützers nicht dem deutschen Datenschutzgesetz.

Der Hamburger Datenschützer kritisiert, dass Google Analytics die IP-Adressen der Webseitenbesucher erfasst, ihre Aktionen protokolliert und an Server in den USA sendet. Mittels dieser Daten können sich bei Google individuelle Bewegungsprofile erstellen lassen und mit Hilfe der IP-Adresse bestimmten Personen zuordnen lassen.

Anhand des ersten Blocks einer IP-Adresse lässt sich allerdings nur der Ort des Zugangsanbieters bestimmen und eine grobe Lokalisierung des Webseitenbenutzers vornehmen. Übrigens kann man im Web jede IP-Adresse mit dem Tool Utrace lokalisieren.

Der Suchmaschinenkonzern Google gibt den Nutzern des Web die Chance, mit einem Browser-Plugin die Protokollierung der IP-Adresse durch Google Analytics zu unterbinden.

 

Viele Server bei Webhoster sind so konfiguriert, dass sie einen Logfile anlegen. Es gibt verschiedene Tools, die die gesammelten Logfiles auswerten und grafisch aufbereiten. Eines davon ist webalizer.org. Andere Webhoster setzen auf awstats.org, was einige Features mehr bietet.

Der Düsseldorfer Kreis der Datenschützer (Lobbyisten) sieht IPs als personenbezogene Daten an und deshalb benötigt man, um diese zu nutzen, die Erlaubnis des Besuchers. Google ist der Auffassung, dass IP-Adressen keine personenbezogenen Daten sind. Eine gerichtliche Entscheidung zu beiden Ansichten gibt es noch nicht.

Was unser Staat oder andere Firmen treiben, scheint niemand zu interessieren.

Es ist schon eigenartig, dass in diesem Land immer Google der Bösewicht ist. Die Geschäftsmodelle von Apple und Facebook bieten für den Nutzer auch manches Negative bezüglich Schutz der persönlichen Daten.

Viele Server bei Webhoster sind so konfiguriert, dass sie einen Logfile anlegen. Es gibt verschiedene Tools, die die gesammelten Logfiles auswerten und grafisch aufbereiten. Eines davon ist webalizer.org. Andere Webhoster setzen auf awstats.org, was einige Features mehr bietet.

Nachtrag vom 14.01.2011:Die Website der Hamburger Datenschützer bricht Datenschutz-Regeln nach einem Bericht im Stern. An der Erstellung war die Behörde selbst beteiligt. Beim Besuch der Webseite der Datenschützer werden Nutzerdaten nicht anonymisiert. Genau diesen Verstoß haben die Hamburger zuvor Suchmaschinenbetreiber Google vorgeworfen!


Das könnte Sie auch interessieren:

  1. Tipp: Hat Google meine IT-Geräte registriert?

Kommentare sind deaktiviert.