Gutscheine, Couponing und übertriebene Rabattaktionen sind beim Marketing und den Internetmarketern der große Renner. Da fast jeder Bürger durch die Mentalität „Geiz ist geil“ meint, er persönlich bekommt etwas geschenkt, möchte ich doch Beispiele für wenig vertrauenswürdiges Handeln nieder schreiben.
Eine Grundregel ist schon sehr alt, niemand hat etwas zu verschenken, schon gar nicht in den kapitalistischen Zeiten, in denen nur Marktanteile, Umsatz und Gewinn zählen. Heute sind mir wieder auffällige Angebote “virtuell” über den Schreibtisch geflattert.
Da bietet ein Hersteller sein Auslauf Notebook in seinem eigenen online Shop mit einem Gutschein über 150 Euro billiger zum Kauf an. Sucht man diesen Artikel in einer beliebten Suchmaschine, so kann man recht schnell feststellen, dass das angebotene Notebook im Handel günstiger angeboten wird, als im Online Shop des Herstellers, abzüglich Gutschein.
Da schickt mir ein Unternehmen einen Newsletter, den ich nicht bestellt habe und bietet mir kostenlose Handys bei Teilnahme an einer Marktforschungs-Studie an. Dieses Gerät (welches ?) muss ich nicht bezahlen und darf es nach Abschluss des Tests behalten. Nach dem Lesen des Newsletters war sofort die Überlegung, wo ist der Haken als Kunde für mich bei dem Geschäftsmodell?
Die Webseite war sehr übersichtlich und in guter deutscher Sprache aufgebaut. Das Impressum nannte eine amerikanische Adresse in Las Vegas. Ein Widerrufsrecht gab es nicht. Zur Teilnahme an der Marktforschungs-Studie brauchte ich lediglich meine vollständige Adresse angeben. Unter dem Menü Eintrag „Fragen / Antworten“ fand ich den dicken Hund unter Punkt 3:
„Zur Teilnahme am Angebot … erheben wir eine kleine Teilnahmepauschale in Höhe von nur 8,25 Euro im Monat bei einer Laufzeit von 12 Monaten also 99 Euro im Jahr.“
Um ein Smartphone zu testen und einen Bericht an den Auftraggeber abzugeben, muss ich einen Vertrag abschließen und jährlich 99 Euro zahlen! Ob ich je ein Smartphone oder billiges Handy von der Firma in Las Vegas geschickt bekommen, wage ich zu bezweifeln…
Aus meiner Sicht ist das eine neue Art gutgläubige Menschen über den Tisch zu ziehen! Im Handel oder bei ebay gibt es Handys bereits ab 20 Euro ohne jegliche Bindung zu kaufen.
Ein großer Fachhändler verkauft zum “Einkaufspreis”. Ist das der Einkaufspreis des Kunden oder der Preis, den der Fachmarkt beim Hersteller der Geräte zahlen muss? Wenn letzteres gemeint ist, dann sollte sich der Fachmarkt nach neuen Einkäufern im Einkauf umsehen.
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