Mobiles Internet in der Straßenbahn

Wie so oft gehen viele gute Ideen in der deutschen Bürokratie unter. Auch in der armen aber sexy Hauptstadt Berlin ist das vom Regierenden Bürgermeister Wowereit angekündigte kostenlose WLAN noch nicht weiter gekommen. So ein Projekt kann man doch sicherlich privat durch Sponsoring finanzieren lassen!

Ein wichtiger Punkt für ein freies WLAN ist dabei ein einheitlicher Login. Das bedeutet, dass sich ein Nutzer mit derselben Benutzerkennung und Passwort im mobilen Internet anmelden kann, egal in welchem Netzwerk er sich gerade befindet.

Erstaunlicherweise sind die Verantwortlichen in Italien erfolgreicher. Bereits in Rom soll das Stadtgebiet mit einem dichten Netz kostenloser Hotspots ausgestattet werden. Dazu haben sich Verbände, kleinere und mittlere Unternehmen zusammen getan. Die WLAN Router sollen von der Handwerkskammer und Betrieben zur Verfügung gestellt werden. In den letzten zwei Jahren sind ungefähr 500 Hotspots in Rom installiert worden. Das System soll auf das Umland, Venedig und Sardinien ausgedehnt werden.

In Florenz soll auf dem Schienennetz der Straßenbahn der Zugang zum mobilen Internet ermöglicht werden. Das Projekt ist für die 7,5 km lange Strecke mit 14 Haltestellen und Kosten von 1,5 Millionen Euro zu realisieren. Alle Nutzer der Straßenbahn und im Umkreis von 100m sollen Nutznießer sein. Das System wird auch auf wichtige Plätze in Florenz ausgedehnt werden. Das Kontingent zum Surfen wird auf 300 MByte pro Stunde und mobilem Gerät begrenzt sein.

In Madrid wurde bereits ein ähnliches Projekt in Bussen gestartet.

Bei diesen Vorhaben muss man als Benutzer in Deutschland richtig neidisch werden, denn Schwarz-Surfen ist keine Straftat in Deutschland. Nur muss es dazu offene WLANs ohne Gebühren geben.


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