Warum sind Tablet-PCs so populär?

Apple hat im vergangenen Jahr mit dem Tablet-PC iPad vorgelegt und einen Trend eingeleitet. Es war sicherlich ein Wagnis, eine völlig neue mobile Geräteklasse auf den Markt zu werfen.

Viele Menschen wechselten in den vergangenen Jahren von einem Desktop Rechner in einem großen Blechgehäuse zu einem transportablen Notebook, da die „Blechrechner“ defekt waren oder die Leistung des eingebauten Prozessors nicht mehr ausreichte. Der erste Schritt zur Mobilität bei der Nutzung der Hardware war eingeläutet. WLAN- und UMTS-Verbindungen unterstützten diesen Trend zum mobilen Computing.

Mit dem Notebook hat man sich ohne es zu wollen, Windows XP, Vista oder Win 7, mangels Alternativen mit eingekauft. Die MAC PCs von Apple sind im Verhältnis zur Hardware mit Windows zu teuer.

Ich möchte ohne Übertreibung und ohne exakte Statistiken das Hauptproblem der privaten Computer Nutzung benennen. Die Menschen sind mit den komplexen Betriebssystemen und den fast unendlichen Konfigurationsparametern in den genannten Betriebssystemen und Programmen völlig überfordert. Selbst langjährige Erfahrungen mit diesen unhandlichen Systemen reichen zum Beherrschen eigentlich nicht aus.

Das Aufkommen der kleinen Notebooks, ich meine die Netbooks, haben an der Situation nichts geändert, denn sie arbeiten mit den gleichen nicht mehr zeitgemäßen Betriebssystemen oder abgespeckten Varianten.

Aus meiner Erfahrung wollen die meisten PC Nutzer Inhalte des Internet konsumieren, also lesen, Musik hören oder Videos ansehen. Dazu sind die genannten Dinosaurier Betriebssysteme wegen der Komplexität für den Benutzer nicht geeignet.

 

Hier hat die neue Klasse der Tablet-PCs auf Basis der Erfahrungen mit dem Smartphone Apple iPhone aus meiner Sicht eine Revolution eingeleitet.

Eine Tablet-PC Hardware mit einem passenden Betriebssystem hat für den Konsumenten viele Vorteile. Die Hardware ist klein, flach und leicht. Nach dem Einschalten braucht das in Flash Bausteinen gespeicherte Betriebssystem keine Minuten zum Booten. Ohne Konfigurations-Akrobatik und tiefgreifende Kenntnisse des genutzten Betriebssystems kann der Konsument Inhalte aus dem Internet konsumieren. Es ist sehr einfach neue Anwendungen aus den Shops zu installieren bzw. zu deinstallieren. Umfassende Konfigurationsarbeit ist nicht notwendig.

Das Konzept der einfachen Computer Nutzung kam 2010 weltweit an. Apple verkaufte 15 bis 16 Millionen iPads der ersten Generation. Ich habe selbst mit Menschen in Elektronik Märkten, also keinen Apple Fanboys oder Fangirls, gesprochen, die sich für das iPad interessierten. Der hohe Preis, im Gegensatz zu einem Notebook oder Netbook, hat nicht abgeschreckt!

Bis jetzt ist lediglich von Samsung ein Tablet-PC auf dem Markt, das Galaxy Tab, das mit dem Apple iPad konkurrieren kann.

Nach diesem Erfolg springen viele bekannte Hersteller wie Samsung, Motorola, HTC auf den Zug auf. Google will mit dem Android Betriebssystem Version 3.0, Codebezeichnung Honeycomb (Honigwabe), die Basis für einen ernsthaften Wettbewerb auf dem Tablet-PC Markt einläuten.

Motorola plant den Xoom Tablet-PC im ersten Quartal des laufenden Jahres in die Läden zu exportieren. Die Asus Eee-Pad Serie soll im Mai zu kaufen sein. Man beachte die Aussprache von „Eee-Pad“ und „iPad“!

Es wird eine konkurrenzfähige Alternative zum iPad werden, wenn die Ausstattung und die Bedienoberfläche der Android Geräte mit Apple vergleichbar sein wird. Auch müssen die Apple iTunes Stores für Anwendungen (Apps) und Medien (Musik, Video) mit den zukünftigen Angeboten von Google und seinen Partnern verglichen werden, um Marktanteile zu erobern. Daran arbeiten die Google Entwickler mit Hochdruck.


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