Nach der Auswahl eines Internet Providers, Abschluss eines Vertrages und Freischaltung des Benutzerinterfaces durch den neuen Internet Provider kann der Umzug beginnen. Wenn man einen Umzug eines WordPress Blogs von einem Internet Provider zu einem anderen durchführt, können immer wieder Probleme auftreten, die an den Einstellungen der dortigen Server liegen, an der eigenen Datenbank oder Konfiguration von Plugins.
Für diese Probleme müssen dann möglicherweise Lösungen mit dem Support des Internet Providers gesucht werden. Doch nun möchte ich der Reihe nach die notwendigen Aktivitäten schildern.
Beim „alten“ Internet Provider muss man folgende Arbeiten durchführen:
KK-Antrag zum Umzug einer vorhandenen Domain beim bisherigen Internet Provider ausfüllen und sich für den Wunsch Provider den Authentifizierungs-Code für die Domain besorgen, die umziehen soll. Den Webinhalt über das FTP Benutzerinterface des Providers als gepackte Datei auf den eigenen PC herunter laden. Zusätzlich über das Tool phpMyAdmin die MySQL Datenbank im Modus SQL auf den eigenen PC exportieren.
Beim Internet Provider muss nun gegebenenfalls die Einrichtung der Domain mittels des Authentifizierungs-Codes, den man vom alten Provider bekommt, unverzüglich beantragt werden.
Die Freischaltung der auf den zukünftigen Provider übertragenen Domain muss zur Installation nicht abgewartet werden. Die Webseite ist jedoch beim Provider erst dann für alle Surfer im Internet erreichbar, wenn die Domain auf allen DNS-Servern dem neuem Provider zugeordnet ist. Das kann durchaus mehr als 24 Stunden dauern! Sinnvoll ist es, die Webseite auf dem alten Server weiter laufen zu lassen, so dass der Surfer gar nicht merkt, dass die Webseite zukünftig von einem anderen Webserver abgerufen wird.
Damit das Senden und Empfangen der e-Mails funktioniert, sollten die genutzten e-Mail-Adressen im Benutzerinterface des neuen Providers eingerichtet werden. Die entsprechenden Einträge im E-Mail Client auf dem eigenen PC für den Posteingangs- und Postausgangsserver müssen gemäß den Vorgaben in den FAQ des neuen Providers geändert werden.
Über das Benutzerinterface muss nun eine MySQL Datenbank und Benutzer angelegt werden. Diese Daten müssen in der wp-config.php eingetragen werden, sonst funktioniert die Datenbankverbindung zwischen Content und Datenbank nicht. Nun sollte man beim neuen Provider mit dem Tool phpMyAdmin die SQL-Datenbank importieren. Oft scheitert der Import, da die zu importierende Datenbank zu groß für das Script ist oder zu viel Zeit für die Script Ausführung benötigt wird. In diesem Fall sollte man die MySQL Datenbank in ein separates Verzeichnis seines Webspaces beim Provider hochladen und den Support bitten, mit internen Administrationstools den Import der Datenbanktabellen durchzuführen. Wenn diese Aktivität durchgeführt ist, sollte man schauen, ob auch alle Datenbanktabellen geladen wurden.
Nun kann man die komplette WordPress Anwendung vom eigenen PC per FTP in das vom Provider zur Verfügung gestellte Dateiverzeichnis hochladen.
Jetzt wird es spannend, wenn man in den Webbrowser die URL seines Webauftritts eingibt. Erscheint die Startseite noch nicht, kann die Domain noch nicht im DNS geändert worden sein.
Wenn die Webseite erscheint, wie man es gewohnt ist, war bei mir der Login ins Backend nicht mehr möglich. In einer Tabelle der MySQL Datenbank wurde die vollständige alte URL des Blogs gespeichert. Ich hatte eine Änderung der Domain durchgeführt. Zur Beseitigung des Problems war folgendes Vorgehen hilfreich:
Öffnen des phpMyAdmin Tools, Auswahl der MySQL Datenbank für das betroffene Web, Tabelle “wp_options” suchen, im phpMyAdmin (oben) die Funktion “Anzeigen” auswählen. In der zweiten Zeile findet man das Feld mit der URL, auf den Stift klicken, um den Feldeintrag auf den aktuellen Domainnamen zu ändern. Wenn der Login ins Backend wieder funktioniert, kann man nun die Einstellungen und Funktion der installierten Plugins prüfen.
Sicherlich müssen noch diverse individuelle Konfigurationseinstellungen beim WordPress Blog und Einstellungen im Benutzerinterface auf dem Webspace des aktuellen Providers angepasst werden. Hier können Pfade für den Upload von Bildern und Zugriffsberechtigungen (chmod) betroffen sein. Alle Funktionen der Webseite und e-Mail sollte man systematisch und gründlich testen.
Sie haben es geschafft, Glückwunsch. Der nächste Internet Provider Wechsel dürfte dann zur Routine werden.
Nicht vergessen, wenn alles zufriedenstellend läuft, eine Sicherung von WordPress und der Datenbank zu erstellen. Sicher ist sicher!
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