Das Datenaufkommen in den mobilen Netzen hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt und es wird weiter stark wachsen.
In den letzten drei Jahren wurde nach dem Erscheinen des ersten Apple iPhone der Erfolg des Smartphone eingeleitet. Viele Hersteller folgten mit mobilen Geräten, die auf dem Betriebssystem Android basieren. Seit letztem Jahr kamen Millionen Tablet-PCs hinzu. Vergessen darf man nicht die Millionen verkaufter oder verschenkter UMTS-Sticks für den Zugriff von Notebooks oder Netbooks auf das mobile Internet.
Mit der passenden Hardware wurden die Menschen zum Datentransfer süchtig gemacht. Anwendungen wie Surfen, YouTube Video, Audio-Streaming, e-Mail, Twitter, Facebook, SMS, Download von Anwendungen und der geschäftliche Datentransfer verstopfen die vorhandene Netz Infrastruktur.
Angeblich soll nach Berechnungen von Experten ein Zusammenbruch des Mobilfunk Netzes in zwei Jahren bevor stehen. Haben sich Experten nicht in anderen Dingen schon öfters geirrt? In jeder Funkzelle kann lediglich eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern gleichzeitig “abgefertigt” werden. In manchen besonders belasteten Funkzellen gibt es heute schon Datenstau.
Die kommende Mobilfunkgeneration LTE (4G) wird noch nicht Flächen deckend vorhanden sein. Nach dem Willen der Politiker beginnt der Aufbau von LTE in der Provinz und kommt zuletzt in die Ballungszentren. Smartphones mit LTE Chip gibt bisher noch nicht.
Alcatel-Lucent will mit Mini-Funkstationen dem Chaos in den Funkzellen vorbeugen. Diese Mini-Funkstationen können die bei uns verwendeten Funkstandards GSM, UMTS und LTE. Sie sollen eine Verbindung zum breitbandigen Internet herstellen und sind so klein, dass sie überall hängen können, an Straßenlaternen, an Häuserwänden, innerhalb von Gebäuden, im Prinzip überall, wo es Strom und eine breitbandige Internet-Verbindung gibt. Sie sollen die Nahversorgung unterstützen und große Funkzellen entlasten und an vorhandenen Masten befestigt werden, quasi ein WLAN für GSM, UMTS und LTE. Zusätzlich können die bisher schlecht versorgten Gebiete und Bereiche in Funklöchern wie Häuserschluchten und Tunnel damit versorgt werden.
Die Technik von Alcatel-Lucent soll marktreif sein. Die ersten kommerziellen Netze mit den Lightradio Stationen sollen nächstes Jahr in Betrieb gehen.
Beim Wetter erfolgt nach einem tief auch wieder ein Hoch und so wird es auch beim mobilen Internet Zugang sein. Findige Ingenieure erfinden rechtzeitig neue Dinge, um etwas zu verkaufen. Die Mobilfunkprovider kaufen dann wiederum diese Dinge, damit keine Engpässe entstehen, denn auch die Mobilfunkprovider wollen Geld verdienen. Das ist die Stärke des Kapitalismus. Die Schwachstellen des Kapitalismus sind jedoch einem anderen Artikel vorbehalten.
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