HTML5 wird Adobes Flash verdrängen

Noch benötigen die meisten Videos, Spiele und einige Webseiten zur Darstellung von Animationen im Browser das Plugin Adobe Flash. Die neue Web-Technologie im Standard HTML5 möchte Adobes Flash verdrängen.

Apple hat auf seinen Geräten iPhone und iPad das Adobe Flash Plugin verbannt, da es aus Sicht von Steve Jobs schlecht programmiert ist, Abstürze verursacht und sehr viele Ressourcen benötigt.

Lediglich auf Windows x86-Systemen läuft das Plugin stabil und performant. Auch bietet das sehr weit verbreitete Plugin ein Einfallstor für Schadsoftware und ist daher ein Sicherheitsrisiko. Die National Vulnerability Database (NVD) zählte allein für das letzte Jahr 20 Schwachstellen im Adobes Flash.

Für die Darstellung von Videos und Animationen sind bis heute Plugins notwendig. Als Beispiele für Plugins zur Darstellung von Video und Audio werden genutzt: Apples Quicktime-Plugin, Real Player und Windows Media Player.

Macromedia wollte mit der Entwicklungsumgebung Flash das Durcheinander der Formate beseitigen. Adobe kaufte Macromedia und entwickelte den Flashplayer zum heutigen beherrschenden Standard zur Wiedergabe von Animationen und Videos. Die Inhalte des Multimedia-Portals YouTube werden mittels des Plugins Flash im Webbrowser dargestellt.

Seit Erfindung des Internet und der HyperText Markup Language (HTML) werden Webinhalte mit dieser textbasierten Auszeichnungssprache codiert. Anfänglich waren es reine Codierungen für Textformatierungen. Der HTML Standard wurde mehr und mehr erweitert, um Bilder, Tabellen, Formulare darzustellen. Auch kamen Elemente zu individuellen Gestaltung von Webseiten wie Cascading Style Sheets (CSS) hinzu.

Der neue Standard HTML5 mit Funktionen für die Darstellung von Multimedia könnten die dargestellten Probleme lösen. Der künftige Standard kann Videos, Musik und Spiele ohne Plugin direkt im Browser darstellen. Viele neue mobile Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen sind zu den Desktop, Notebook, Netbook wie Smartphone und Tablet-PC hinzu gekommen, so dass sich das Problem einer performanten und sicheren Darstellung verschärft hat.

YouTube bietet eine Testversion der Seite mit dem Video-Tag gemäß HTML5 an und setzt dabei auf den H.264-Codec. Das Format hat bei der Kompression Vorteile gegenüber dem freien Ogg Theora. Bei der Wahl von Ogg Theora steht zweifelsohne die auch in Zukunft freie Einsatzmöglichkeit im Vordergrund. H.264 als Web-Streaming-Codec bleibt noch mindestens bis 2016 lizenzfrei.

Apple kann mit HTML5 sehr gut umgehen. Das beweist ein Test des iPhone-Magazine.de zur HTML5-Kompatibilität von Apples iOS, Google Android 2.2 Froyo, Google Android 3.0 Honeycomb und Blackberry QNX. Testobjekte waren Apple iPad 2, Motorola Xoom, Samsung Galaxy Tab und RIM PlayBook.

In dem HTML5-Test konnte sich Apple iPad 2 mit iOS 4.3 vor allen anderen Tablet PCs platzieren, die anderen mobilen Geräte zeigten noch Schwächen.


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