Tipp: Sicherheit für das Smartphone erhöhen

Diebstahl der mobilen Geräte, Datenklau und Malware im Smartphones sind Risiken, denen man in bestimmten Grenzen vorbeugen kann. Für Android Smartphones findet man einige Apps zum Thema Sicherheit im Android Market. Auch die Themen Zugriffsschutz, Backup und Wiederherstellung sollten für Besitzer mobiler Geräte nicht vernachlässigt werden.

Die rasch wachsende Zahl der Android Smartphones, hinzu kommen die Tablet-PCs, machen natürlich Angriffe für Kriminelle wesentlich lukrativer. Das konnte man auch beim Betriebssystem Windows in den letzten 25 Jahren beobachten.

Den unbefugten Zugriff auf das eigene Smartphone kann man vermeiden, indem man das Gerät nicht verleiht und vor dem unberechtigten Zugriff Dritter sicher verwahrt.

Malware liest unbemerkt IMEI- und IMSI-Nummer, Adressdaten, SMS aus dem Speicher aus und überträgt die Daten an Drittadressen. Folgende Security Tools mit Schutz vor diesen Gefahren sind bekannt:

  • Lookout Mobile Security,
  • NetQin Mobile Anti-virus for Android und
  • Norton Mobile Security.

Diese Programme überwachen alle in den mobilen Geräten laufenden Prozesse unter Android und geben beim Auffinden von Malware Alarm.

Auf jeden Fall sollte man regelmäßig mit einem separaten App, zum Beispiel MyBackup Pro, SMS Backup+, Sprite Backup 2.0 seine Daten und Programme nicht nur auf der SD-Karte sichern, sondern die Inhalte der Speicherkarte über die USB Verbindung auf dem PC für den Ernstfall regelmäßig duplizieren. Der Speicherung in einer Cloud, also auf einem unbekannten Server im Internet, zum Beispiel Dropbox, stehe ich momentan noch skeptisch gegenüber, da man nicht wissen kann, wie die Installation des Online-Speichers vor Kriminellen geschützt ist.

 

Backup Programme erleichtern die Wiederherstellung der Programm- und Datenbasis, besonders der vielen getroffenen Konfigurationseinstellungen. Backup-Tasks können über einen Aufgabenplaner in regelmäßigen Abständen automatisiert werden.

Alle drei aufgeführten Anwendungen sperren oder löschen Telefondaten aus der Ferne, entweder durch Anruf oder bei Wechsel der SIM-Karte. Nicht rekonstruierbar überschreibt keines der Programme den Telefon- und SD-Kartenspeicher. Das ist nicht gut, denn spezielle Werkzeuge können die gelöschten Daten in der Regel wieder lesbar machen.

Es gibt auch Anwendungen im Android Market, um die Nutzung einzelner Programme nur über einen Zugriffsschutz, also mit zusätzlicher PIN-Eingabe, zu starten, zum Beispiel Lock oder Protector. Lock gibt es kostenlos im Android Market. Die kostenlose Version von Protector sichert bis zu zehn einzelne Apps ab. Es existieren in diesem Programm unterschiedliche Optionen für das installieren von neuen Apps.

Ein Schutz ist leider nur bei einem laufenden System vorhanden. Ist das Smartphone oder Tablet-PC mit einem PC über USB verbunden und die Funktion „Festplatte, als Laufwerk bereitstellen“ oder Synchronisation gewählt, greift der Schutz nicht. Auch funktioniert der Programmschutz nicht, wenn man die Speicherkarte dem Gerät entnimmt.

Zwischenzeitlich gibt es auch Firewall Programme für das Smartphone, zum Beispiel DroidWall. Diese Anwendung basiert auf der Linux Firewall-Funktion iptables um Anwendungen vom Netzzugriff auszuschließen. Der Nachteil ist, dass DroidWall einen Root-Zugriff, die höchste Zugriffsberechtigung Lesen und Schreiben, auf das mobile Gerät erfordert. Ein permanent eingerichteter Root-Zugriff auf einem Computer kann zu Sicherheitsproblemen führen.

Um den Überblick zu erhalten, welche Freigaben bei der Installation von Apps gewährt wurden, gibt es die App aSpotCat. Die Applikation listet alle gewährten Freigaben der installierten Anwendungen auf und bietet eine individuelle Beseitigung bei Nichtgefallen an.

Die kostenlose App SecureMemo stellt einen Datentresor für Zugangsdaten, Passwörter oder Kreditkartennummern für das Betriebssystem Android dar. Die SecureMemo App speichert alle Informationen in einem verschlüsselten Container auf der SD-Speicherkarte ab. Zur Entschlüsselung wird immer ein gültiges Passwort voraus gesetzt.


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