Illegale Erfassung von Mobilfunkdaten

Viele regen sich über illegale Aktionen von Unternehmen und Hackern auf. Der Blog Mobiles Internet protokolliert seit langem derartige Nachrichten. Offensichtlich sind nun Mobilfunkanbieter dem Staat bei der Rasterfahndung behilflich.

Unser Staat mischt bei illegalen Handlungen kräftig mit. Der jüngste Fall ereignete sich in Dresden. Dort wurden aus Anlass einer Demonstration vorbeugend wohl mehr als eine Million Mobilfunkverbindungen überwacht, gesammelt und mit Hilfe der Mobilfunkanbieter den Telefonnummern Adressen zugeordnet.

Jeder Bürger, der sich in der Funkzelle befand und sein Mobiltelefon eingeschaltet hatte, war vom Grundsatz her verdächtig!

Absolut verwerflich ist, dass damit auch völlig unschuldige Menschen mit Ihren Adressen bei der Polizei völlig unkontrolliert gespeichert wurden. Ob die Daten inzwischen restlos gelöscht wurden, ist nicht bekannt.

Aus meiner Sicht wieder eine Missachtung des Bürgers durch den allmächtigen Staat. Der Innenminister von Sachsen findet die Datenerfassung verhältnismäßig! Der Polizeipräsident von Dresden wurde inzwischen seines Postens enthoben und versetzt.

Nachtrag vom 25.07.2011: Die Berliner Tageszeitung TAZ berichtete, dass schon im Juni 2010 die Dresdner Polizei die Verbindungsdaten von Handynutzern in großem Maßstab ausgewertet hat.


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