Warum ist das Netbook gescheitert?

Quelle: MSI

Die Netbooks wurden vor wenigen Jahren als kleines Allzweckgerät unterhalb des Notebook angepriesen. Es versprach hohe Mobilität und genügend Leistung zum Surfen. Das hat sich mit dem Markteintritt von Apples iPad schlagartig geändert. Seit dem Zeitpunkt sind die Verkaufszahlen der Netbooks stark nachgelassen.

Der Boom für Netbooks war kurz. Es begann mit dem ASUS Eee PC im Jahr 2007 und es folgte der MSI Wind. Heute ist das Geschäft fast schon wieder vorbei. Microsoft hat Zahlen veröffentlicht, die zum Vorjahresquartal einen Rückgang von 40 Prozent der Netbook-Verkäufe im ersten Quartal 2011 zeigen.

Ursachen sind vor allem die stagnierende Leistung der Geräte. Anwendungen und Spiele benötigen immer mehr CPU- und Grafikressourcen. Die kompakte Bauform, das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis und sinkende Verkäufe waren für die Hersteller kein Antrieb neue leistungsfähige CPUs und Grafikkarten für diese mobile Gerätegattung, in Form von verkleinerten Notebooks zu entwickeln. Marktbeherrschend ist der Anteil der Atom-Prozessoren mit x86 Technologie, die meistens in Netbooks stecken.

Auch sind SSDs zur Speicherung der Daten momentan teurer als reguläre Festplatten. Bei trüben Marktaussichten macht es als Ergebnis keinen Sinn in neue und spezielle Techniken für Netbooks zu investieren.

Aktuell geht der Trend zu Apples iOS und Googles Android 3.x für Tablet-PCs. Diese nutzen die ARM-Technologie und nicht die„alte x86 Technologie“ für Microsoft Windows.

Somit dürfte das Netbook als kleine und preiswerte Ausgabe des Notebooks bald ausgedient haben.


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