Die bisherigen USB-Standards 1.0, 2.0 und 3.0 waren der Kabel- und Busstandard zur Übertragung von Daten. Zukünftig wird er auch für die Akku-Aufladung Gültigkeit haben. Es soll mehr Strom als bisher durch das Kabel zur Verbindung von Computer Ressourcen fließen, genügend Energie für angeschlossene PC und Bildschirme liefern können.
Kaum jemand denkt daran, dass der erste USB-Standard bereits vor 15 Jahren eingeführt wurde und sich seither mächtig verändert hat. Damals waren noch magere Datenübertragungsraten von 12 MBit/s üblich. Das war ausreichend für Computer Mäuse und Tastaturen.
Seit etwa dem Jahr 2000 wurde die Datenrate durch Änderung des Standards bis zu 480 Mbit/s bei der Datenübertragung mit USB 2.0 möglich. Die aktuelle Variante USB 3.0 wird Superspeed-USB genannt. Jetzt liegt die Messlatte theoretisch bei maximal 4,8 GBit/s.
Wenn sich Geräte über die USB-Schnittstelle mit Strom versorgen, ist dies mit maximal fünf bis zehn Watt möglich. Das ist sehr wenig und einen Akku eines Mobiltelefons benötigt deshalb sehr viel Zeit bis ein angeschlossener Akku aufgeladen ist. Manche ältere Festplatten ist das auch zu wenig Leistung, um störungsfrei zu arbeiten.
Wiederum wird von Intel, Microsoft, HP u.a. in der USB 3.0 Promoter Group der Standard für USB überarbeitet und erweitert. Ziel ist es, elektrischen Strom bis zu 100 Watt durch das USB Kabel zu schicken, also die Spezifikationen von USB-2.0- und USB-3.0 abzulösen.
Bei der Innovation geht es nicht nur um die schnelle Aufladung eines größeren Akkus, wie in Notebooks üblich, sondern um ein Notebook damit dauerhaft betreiben zu können. Als Resultat würden dann spezielle Netzteile für ein Gerät entfallen, vielmehr hätte man dann lediglich ein Netzteil, das den zentralen USB-Datenbus mit Energie versorgt. Alle Geräte und Peripherie würde man dann über diesen USB-Datenbus betreiben. Das läuft auf eine Erweiterung des heutigen USB-Hubs hinaus. Es würden auf jeden Fall auch die Netzteile für angeschlossene PCs entfallen können. Heute werden vielfach über USB-Hubs mobile Geräte und 2,5 Zoll HDD mit Strom versorgt.
Auf der Intel-Entwicklerkonferenz im September 2011 soll die USB-Erweiterung vorgestellt werden. Wann es dieses USB Netzteil geben wird und die passenden Geräte dazu, ist noch offen.
Das könnte Sie auch interessieren:
